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Amalgam und Alternativen

Viele Jahrzehnte war das Amalgam das Mittel der Wahl. Dies hat sich grundlegend geändert.
Von Amalgamgegnern werden massive Vorwürfe gegen dieses Füllungsmaterial erhoben, hauptsächlich wegen dessen Quecksilberausscheidung.
Neue wissenschaftliche Untersuchungen zeigen ebenfalls Bedenken gegen das unkritische Legen von Amalgamfüllungen.
Als Alternativen stehen heute folgende Füllungsmaterialien zur Verfügung:

1.) Bei geringerer Kaubelastung (in den kleinen Backenzähnen und kleinere Defekte in den großen Backenzähnen) ergeben sich heute durch neue Füllungsmaterialien (sogenannte dentinadhäsiv befestigte Kunststoffe auf Nanotechnologiebasis) andere gewichtige Aspekte, die deutlich gegen das Amalgam sprechen:

  • Nur noch der Defekt bestimmt die Größe der Füllung; es besteht die Möglichkeit der mikroinvasiven (sehr klein gehaltenen) Präparation.
  • Die Kunststoffe werden mit der Restzahnsubstanz 'verklebt', das heisst, es werden wieder Haltkräfte im Zahn erzeugt, die durch Amalgam nicht erzielt werden. (Dies gilt auch für die Verklebung vollkeramischer Inlays.)
  • Es sind keine Schwermetalle enthalten.
  • Durch neue Ultraschallpräparationen, lassen sich sogenannte mikroinvasive Füllungsformen herstellen. Das heißt, Kontaktpunkte zum Nachbarzahn lassen sich glatt (weniger Kariesgefahr für den Nachbarzahn) und durch neue Matrizensysteme besser geformt gestalten.
  • Zuletzt sei natürlich noch die deutlich bessere Ästhetik genannt.

 Füllung aus Kunststoff auf Nanotechnologiebasis

2.) Bei größeren Defekten und höherer Kaubelastung kommt die Goldgussfüllung in Frage, die nach wie vor bei guter Mundhygiene die langfristigste Versorgungsform ist, oder



Gold-Inlay

© Prof. Dr. Hinz

3.) bei höherem ästhetischen Anspruch das Vollkeramikinlay, das wie oben beschrieben, ebenfalls im Zahn verklebt wird und insbesondere was die Ästhetik anbelangt als die hochwertigste Versorgungsform gilt.



Vollkeramik-Inlay
© Prof. Dr. Hinz

 

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